Funkertreffen und CQ World Wide DX Contest am selben Wochenende, im Shack von HB9TG im Schweizerholz: So hatten wir es im Verein abgestimmt. Mit dabei waren Mark HB9DRN, Dani HB9HWG, Michi HB9EIY, Marco HB3YJY mit seiner Frau Michaela und ich. Geplant war ein Wochenende mit Contestbetrieb, Grill und guten Gesprächen. Ganz nach Plan lief nicht alles.

Freitag: Ankunft und eine schlechte Nachricht
Am Freitag trafen die Ersten mit dem Wohnmobil ein, der Grill lief bald. Dann kam die erste Nachricht vom technischen Leiter (TM) von HB9TG: Der Rotor für den Beam sei wohl defekt. Das an sich kann passieren. Enttäuscht hat uns etwas anderes: Das Problem war seit einer Woche bekannt, und niemand hatte uns informiert. Wir standen mit einem grossen Fragezeichen im Gesicht da.
Samstag: Aufbauen, messen, improvisieren
Am Samstagmorgen kam der letzte Kollege mit dem Wohnmobil an, und wir richteten die Station ein: ein MacBook Air mit Ham-Tools als Logbuch und Contest-Software, dazu der Kenwood TS-590S, die Endstufe ACOM 1000 und der automatische Tuner SAMS von Heinz Bolli.

In Ham-Tools lief der Contest-Modus für den CQ WW: Austausch mit CQ-Zone 14, Sprachspeicher auf den F-Tasten, DX-Cluster mit markierten Multiplikatoren, Bandmaps für 10, 15 und 20 m und daneben die Grayline.


Dann kam der Test mit der halbwegs ganzen Anlage, und die nächste Überraschung: Die Endstufe machte Probleme. Mark stellte fest, dass auch die Anzeige zum Abstimmen der PA defekt ist. Ohne sie stimmt man eine Röhren-PA im Blindflug ab. Mark fand trotzdem einen Weg, die ACOM von Hand abzustimmen.


Die Stimmung war da etwas getrübt. In was für einem Zustand ist dieser Shack? Ein defekter Rotor, eine PA ohne funktionierende Anzeige, und keiner hatte etwas gesagt.
Am Abend schaute der TM von HB9TG kurz bei uns vorbei. Im Gespräch wurde uns schnell klar, dass er von der Technik nicht viel versteht. Egal, worüber wir sprachen, wir fragten uns, wie jemand mit so wenig technischem Verständnis technischer Leiter einer Klubstation sein kann.
Was die Stimmung rettete
Dann kamen Michaela und Marco mit einer feinen Schwarzwälder Torte, und die Stimmung war sofort wieder oben. Michi brachte ein APRS-iGate und einen Repeater für ein FM-Netz mit. Dazu gibt es später einen eigenen Beitrag.
Durch den Tag trugen uns das gemeinsame Grillen und die guten Gespräche. Eine tolle Truppe, gute Freunde.

Sonntag: Abbau
Am Sonntag blieben wir noch bis Mittag beim Shack, dann bauten wir unser Setup ab und fuhren nach Hause.
Mein Fazit
Es war ein Top-Wochenende unter Freunden, mit gutem Essen und tollen Gesprächen. Unser Setup und unsere Planung waren gut, der Shack von HB9TG war es leider gar nicht. Wir haben das Beste daraus gemacht, und auch der vernachlässigte Shack konnte uns die Laune nicht verderben. Das hat mir dieses Wochenende gezeigt: Wenn das richtige Team beisammen ist, wirft einen so schnell nichts um.
Die nächsten gemeinsamen Termine haben wir schon besprochen. Ich freue mich darauf, die Kollegen bald wiederzusehen.
73 de Chris, HB9HJI
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