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Anreise und Vorbereitungen – Freitag
Bereits am Freitagnachmittag gegen 18:00 Uhr trafen die Mitglieder von HB9AF auf dem Nollen im Kanton Thurgau ein. Die Fahrzeuge wurden positioniert, und schon bald loderte das Grillfeuer. Bei gutem Essen und bester Stimmung wurde der Einsatzplan für das Wochenende besprochen und die Aufgaben verteilt. Der gemütliche Abend unter freiem Himmel, umgeben von Wohnmobilen und dem Sternenhimmel, bildete den idealen Auftakt für ein intensives Contestwochenende.

Samstag – Antennenaufbau und Conteststart

Der Samstagmorgen startete mit dem Aufbau des Antennensystems. Als Hauptantenne kam ein 45 Meter langer Langdraht zum Einsatz, der auf einem 13 Meter hohen Aluschiebemast montiert und anschliessend zu einem hohen Baum gespannt wurde. Als Anpassnetzwerk diente ein Stockcorner JC4 Tuner – eine bewährte und robuste Lösung für Portabelbetrieb.
Kurz vor dem Aufbau traf mit René auch noch die lang ersehnte Verlängerung des Steuerkabels ein – herzlichen Dank an René für dieses grosszügige Sponsoring! Ohne Verzögerung wurden die Stecker fachgerecht angelötet, und nach einem erfolgreichen Funktionstest konnte das gesamte Antennensystem in Betrieb genommen werden.

Als Transceiver setzte HB9AF einen ICOM IC-7300 mit einer Ausgangsleistung von 100 Watt ein. Ergänzt wurde das Setup durch ein SOTABEAMS ContestConsole Interface sowie ein externes SWR-/Leistungsmessgerät. Pünktlich um 13:00 UTC fiel der Startschuss zum Helvetia Contest 2026.

Störungen durch nahegelegene Solaranlage
Leider zeigte sich schon vor Contestbeginn eine unangenehme Überraschung: Enorme Störungen – vermutlich verursacht durch eine nahegelegene Solaranlage – beeinträchtigten den Empfang erheblich auf allen Bändern. Besonders auf dem 20-Meter-Band waren die Störpegel zeitweise bis S9 messbar und das Band somit unbrauchbar. Nach einiger Ratlosigkeit und dem Versuch, die Quelle einzugrenzen, musste das Team die Bedingungen akzeptieren und das Beste daraus machen. Trotz dieser Einschränkung startete HB9AF pünktlich und motiviert in den Contest.

Abendstunden auf dem Nollen
Nach Sonnenuntergang wurde es auf dem Nollen merklich frisch, und die Temperaturen sanken spürbar. Um 22:00 Uhr wurde der Funkbetrieb für die Nacht eingestellt. Die anschliessende Nacht auf dem Nollen war ruhig und erholsam – ideale Bedingungen, um neue Energie für den Sonntag zu tanken.

Sonntag – Finale und Abbau
Nach einem gemütlichen gemeinsamen Frühstück – natürlich wieder in geselliger Runde – gingen die Operatoren am Sonntagmorgen wieder an die Funkgeräte. Fleissig wurden bis zum Mittag weitere Stationen gearbeitet und Punkte gesammelt. Die Teamarbeit funktionierte reibungslos, der Wechsel zwischen den Operatoren verlief eingespielt.

Vor dem verdienten Mittagessen vom Grill wurde die gesamte Anlage sorgfältig abgebaut, sodass HB9AF im frühen Nachmittag wieder die Heimreise antreten konnte.
Fazit – Ein unvergessliches Wochenende
Das Contestwochenende 2026 auf dem Nollen war weit mehr als ein reiner Funkwettbewerb. Es war ein Wochenende unter Freunden, geprägt von guten Gesprächen, viel Lachen, hervorragendem Grillgut und einer grossen Portion Funkspass. Die Störungen durch die Solaranlage haben uns zwar das Leben auf allen Bändern schwer gemacht, konnten aber unsere Begeisterung für das Hobby nicht trüben.
Ein besonderer Dank gilt der USKA für die Organisation des Helvetia Contests sowie allen Stationen, die mitgemacht und zu einem lebendigen Contest beigetragen haben. Ein herzliches Dankeschön geht auch an den auf dem Nollen ansässigen Notfunkverein HB9NL für die kulante und freundschaftliche Begegnung – beide Vereine konnten das Gelände an diesem Wochenende hervorragend und harmonisch gemeinsam nutzen. Das ist gelebte Amateurfunk-Gemeinschaft!

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal – bis dahin: 73 de HB9AF!