Ich habe es tatsächlich gemacht! Seit heute läuft auf meinem Root-Server einen eigenen DX-Cluster HB9HJI-2 auf DXSpider-Basis — HB9HJI-2 — und er ist öffentlich erreichbar unter:
Adresse:
dxspider.funkwelt.net— Port:7300
Wer sich also mit einem Telnet-Client oder einem Logprogramm (wie DXKeeper, Log4OM, HRD etc.) verbinden möchte, ist herzlich willkommen!

Contents
Wie ist es dazu gekommen?
Als aktiver Funkamateur nutze ich DX-Cluster seit Jahren — aber immer nur als Konsument. Irgendwann kam der Gedanke: Warum nicht selbst einen Cluster betreiben und damit zur Infrastruktur der weltweiten DX-Gemeinschaft beitragen?
Gesagt, getan. Ich habe einen Linux-Root-Server gemietet (Debian 12), und nach einigen Abenden mit Konfigurationsdateien, Connect-Scripts und dem einen oder anderen Fehler in den Logs läuft DXSpider jetzt stabil. Ich werde den Cluster in den nächsten Tagen genau beobachten, um sicherzustellen, dass alles sauber läuft — aber der erste Eindruck ist sehr gut: Die DX-Spots fliessen, die Verbindungen stehen.
Was ist DXSpider?
DXSpider ist eine Open-Source-Software für DX-Cluster-Nodes, geschrieben in Perl. Sie läuft auf einem Server und ermöglicht es Funkamateuren, sich per Telnet einzuloggen, um in Echtzeit DX-Spots zu empfangen und zu senden.
Die einzelnen Cluster-Nodes sind weltweit miteinander vernetzt — so ist ein Spot in Japan nur Sekunden später bei uns in der Schweiz sichtbar. Mein Node läuft mit DXSpider V1.57 (Mojo Branch), dem aktuellen Entwicklungszweig des Projekts.
Technische Details für Interessierte
| Parameter | Wert |
| Node-Rufzeichen | HB9HJI-2 |
| Sysop | Chris HB9HJI |
| QTH | Schweiz, JN47PN |
| Server | Root-Server, Debian 12 |
| Software | DXSpider V1.57 (Mojo Branch) |
| Telnet-Zugang | dxspider.funkwelt.net, Port 7300 |
Verbindung testen
Wer keinen speziellen DX-Cluster-Client zur Hand hat, kann die Verbindung auch mit einem einfachen Terminal-Befehl testen:
- Windows Terminal:
telnet dxspider.funkwelt.net 7300 - Mac oder Linux:
nc dxspider.funkwelt.net 7300
Nach dem Login gibst du einfach dein eigenes Rufzeichen ein — und schon empfängst du die aktuellen Spots.
Ein grosses Dankeschön an meine Peering-Partner
Ein DX-Cluster alleine bringt wenig — erst durch die Vernetzung mit anderen Nodes entsteht der eigentliche Mehrwert. Ich bin sehr dankbar, dass sich zwei erfahrene Sysops bereit erklärt haben, HB9HJI-2 in ihr Netz aufzunehmen:
1. Fabian DJ5CW — DA0BCC-7 (Deutschland)
DA0BCC-7 ist ein etablierter Cluster-Node in Deutschland. Fabian hat geduldig mit mir den Verbindungsaufbau koordiniert, das Passwort-Handling geklärt und die Verbindung dauerhaft mit Reconnect eingerichtet. Ohne seine Hilfe hätte die Vernetzung deutlich länger gedauert!
- Node: DA0BCC-7
- Adresse:
dx.da0bcc.de, Port7300
2. Fulvio HB9DHG — HB9ON-8 (Schweiz)
HB9ON-8 ist ein Schweizer Cluster-Node von Fulvio HB9DHG. Als Landsmann war es natürlich besonders schön, dass er sich gemeldet und das Peering angeboten hat. Die Verbindung läuft stabil und es ist gut zu wissen, dass HB9HJI-2 auch innerhalb der Schweiz bestens vernetzt ist.
- Node: HB9ON-8
- Adresse:
spider.hb9on.net, Port8000
Was kommt als Nächstes?
In den kommenden Tagen werde ich die Stabilität des Systems im Auge behalten. Meine weiteren Pläne sind:
- Aufbau weiterer Peer-Verbindungen, um die globale Vernetzung weiter zu verbessern.
- Den Cluster langfristig als zuverlässigen Dienst für die Schweizer und internationale Funk-Community zu betreiben.
Falls ihr Fragen habt, Feedback geben wollt oder euren Logger mit HB9HJI-2 verbinden möchtet — meldet euch einfach!
73 de Chris HB9HJI