Eigener DX Cluster ist online! HB9HJI-2 jetzt erreichbar


Nach einem intensiven Abend voller Technik, Linux-Befehle und einer grossen Portion Geduld ist es vollbracht: Mein eigener DX Cluster Node HB9HJI-2 ist live!

Wer weiss, was ein DX Cluster ist, kennt den Wert dieses Dienstes für den Amateurfunk. Für alle anderen hier eine kurze Einordnung:

Contents

Was ist ein DX Cluster?

Stell dir ein weltweites Echtzeit-Schwarzes Brett vor. Wenn irgendwo auf der Welt eine seltene Station (DX) auf Sendung geht, meldet dies ein Nutzer im Netzwerk — ein sogenannter „Spot“. Alle angeschlossenen Funkamateure sehen diesen Spot sofort mit Frequenz, Rufzeichen und Uhrzeit. So verpasst man keine interessante Verbindung mehr.


Die Technik hinter HB9HJI-2

Auf einem Linux-Root-Server bei Hostinger läuft nun DXSpider V1.57 (Mojo-Branch). Diese Software ist das Herzstück vieler Cluster weltweit und zeichnet sich durch hohe Stabilität aus.

Technische Daten auf einen Blick:

ParameterDetails
Node-RufzeichenHB9HJI-2
SoftwareDXSpider V1.57 Build 441 (Mojo)
Adressedxspider.funkwelt.net
Port7300
Locator / QTHJN47PN (Schweiz)
Verfügbarkeit24/7 (automatischer systemd-Dienst)

So verbindest du dich

Jeder Funkamateur kann sich kostenlos mit dem Cluster verbinden. Du benötigst lediglich ein Terminal-Programm oder eine Logging-Software, die Telnet unterstützt (z.B. Log4OM, DXKeeper, Ham Radio Deluxe oder N1MM+).

Verbindungsdaten:

  • Host: dxspider.funkwelt.net
  • Port: 7300
  • Login: Dein eigenes Rufzeichen

Profi-Tipp: Du kannst die Erreichbarkeit sofort über dein Terminal testen:

  • Mac/Linux: nc dxspider.funkwelt.net 7300
  • Windows: telnet dxspider.funkwelt.net 7300

Der Weg zur Installation

Die Einrichtung war ein klassisches Projekt für einen Abend:

  1. Infrastruktur: Firewall-Port 7300 im Hostinger-Panel freigeschaltet.
  2. Software: Den DXSpider Mojo-Branch direkt von GitHub geklont.
  3. Konfiguration: Rufzeichen, QTH-Daten und die Mail-Schnittstellen angepasst.
  4. Automatisierung: Einrichtung als systemd-Service, damit der Cluster nach jedem Server-Reboot automatisch startet.
  5. DNS: Die Subdomain dxspider.funkwelt.net auf die IP des Servers geroutet.

Ausblick: Peering gesucht!

Aktuell läuft der Cluster noch als „Insel“. Damit die Spots aus aller Welt einfliessen, ist das sogenannte Peering notwendig — die Vernetzung mit anderen Nodes.

Ich habe bereits Anfragen an die DXSpider-Community gestellt und suche aktiv nach Partnern, bevorzugt in Europa, um Daten auszutauschen. Sobald das Peering steht, wird der Cluster „lebendig“.

73 de Chris HB9HJI

Sysop HB9HJI

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