Gewuenschte Laenge (m)
Schutzabstand
Velocity Factor
Kuerzeste optimale Laenge

Laengste optimale Laenge

Resonanzzonen + Hersteller-Konsens (gruener Balken oben)
Formel: L = (150 × VF × n) / f(MHz)  |  Baender: IARU Region 1 (160–10 m)  |  Schutzabstand um jede Halbwellen-Resonanzzone

Empfohlene Drahtlaengen (gueltig fuer aktuelle Einstellungen)

Alle gueltigen Bereiche 5–75 m. Mit gruenem Stern markierte Bereiche werden ausserdem von mindestens zwei Tuner-Manuals empfohlen.


Herstellerempfehlungen im Vergleich

Vergleich der Laengenangaben aus den Manuals der bekanntesten automatischen Antennentuner fuer endgespeiste Draehte:

Stockcorner JC-4 SmartTuner

Vertikal 6,5 m oder 12 m · Horizontal 25–28 m oder 46–50 m · Mindestens 2 mm Drahtdurchmesser, Hoehe 10–20 m

SGC SG-230 Smartuner

Min. 7 m (1,8 MHz) bzw. 2,4 m (3,5 MHz) · Beste Resultate bei 23 m (75 ft) oder 46 m (150 ft) · Bis 24 m (80 ft) generell sehr gut

Icom AH-730

Mindestlaenge 7 m fuer 1,8–54 MHz · Optional AH-2b mit 2,5 m fuer 3,5–54 MHz · Halbwelle und Vielfache lassen sich nicht abstimmen

CG-Antenna CG-3000

Min. 8 m (1,6–30 MHz) bzw. 2,4 m (6–30 MHz) · Allgemeiner Bereich 6–30 m · Halbwelle und Vielfache vermeiden

Hersteller-Konsens: JC-4 und SG-230 empfehlen unabhaengig voneinander zwei nahezu identische Laengenbereiche: 23–28 m und 46–50 m. Diese Bereiche haben sich praktisch ueber Jahre bewaehrt und sind im Rechner mit einem gruenen Stern markiert.

Quellen: JC-4 Manual v9.5 S.7 · SG-230 Installation and Operations Manual Nov2000 S.9 und S.12 · AH-730 Instructions Icom Inc. · CG-3000 Manual CG Antenna Shanghai


Resonanzpunkte im Bereich ±20 m der Eingabe


Empfohlene Antennentypen

Folgende Antennentypen eignen sich fuer automatische Antennentuner:

1. Vertikalantenne

6,5 m (ohne Spule, gut fuer obere KW-Baender) oder 12 m vertikal (bis 18 MHz). Benoetigt Gegengewicht.

2. Horizontaler Langdraht

25–28 m oder 46–50 m, ≥ 2 mm Durchmesser, ca. 10 m Hoehe (optimal 20 m). Benoetigt Gegengewicht.

Wichtig – Was ist Erde? Alles direkt unter der Antenne gilt als Erde. Ein Draht 5 m ueber dem Dach eines 20 m hohen Gebaeudes hat nur 5 m effektive Hoehe – nicht 25 m!

Falls kein Gegengewicht moeglich:

3. Unsymmetrischer Dipol

Laengeren Draht an Anschluss B, kuerzeren an A. Jumper auf GROUNDED. Strombalun (JC-Balun) erforderlich.

4. G5RV mit Huehnerleiter (450 Ohm)

Anschluss wie Dipol. Jumper auf GROUNDED. Strombalun erforderlich.

Quelle: JC-4 SmartTuner Manual v9.5, S. 7


Hinweise zum Tuner-Betrieb

1

Je naeher an Lambda/4-Resonanz, desto mehr Leistung moeglich. Der Tuner verwendet weniger Bauteile zur Anpassung – Spulen und Kondensatoren werden kaum thermisch belastet.

2

Je geringer die Leistung, desto weniger Einschraenkungen. Bei 100 W kann jede Vertikal- oder Horizontalantenne von 6 bis 60 m eingesetzt werden.

3

Systemleistung haengt von Antenne UND Gegengewicht ab. Wenn das SWR auf einer Frequenz hoch bleibt, aber wenige kHz daneben fast 1:1 erreicht, hilft Laengenanpassung der Antenne.

4

Problembehebung:

– Gegengewichtsystem pruefen und korrigieren.

– Kabel und Metallteile weit weg von der Antenne, senkrecht zu ihr.

– System mit bekannt funktionierendem Transceiver gegentesten.


Gegengewicht (Counterpoise)

Wichtigste Komponente bei kurzen Antennen: Je kuerzer die Antenne im Vergleich zu Lambda/4 ist, desto mehr haengt die Systemleistung vom Gegengewicht ab. Faustregel: Die elektrische Laenge des Gegengewichts muss groesser sein als die der Antenne.

Ideales Gegengewicht: ein Metallgitter oder viele einzelne Draehte direkt unterhalb des Tuner-Erdanschlusses. Deutlich besser als ein langer Draht zu einem Wasserrohr.

Gegengewicht so nah wie moeglich am Tuner! Primaer am Tuner anschliessen – nicht am Transceiver. Sonst HF-Rueckkopplung moeglich.
Bei zufriedenstellendem Betrieb keine weiteren Massnahmen noetig. Bei Loechern auf bestimmten Frequenzen, schlechter Leistung oder HF-Feedback ist das Gegengewicht der erste Ansatzpunkt fuer Verbesserungen.

Quelle: JC-4 SmartTuner Manual v9.5, S. 8