Es ist eine Meldung, die die weltweite Amateurfunkgemeinde erschüttert: Das renommierte Silicon-Valley-Startup QuantumWave Technologies hat heute offiziell den KI-gestützten Funkassistenten „ChatQSO» vorgestellt – und verspricht nichts weniger als die vollständige Automatisierung des Amateurfunks.
„Warum stundenlang im Keller sitzen und auf Kurzwelle rauschen hören, wenn eine KI das viel effizienter erledigen kann?», erklärt CEO Elon Mäusezahn auf einer Pressekonferenz in San José. „ChatQSO sendet, empfängt und führt QSO-Verbindungen vollautomatisch durch – inklusive Signalrapport, Wetterberichte und dem obligatorischen 73 am Ende. Der menschliche Funkamateur ist dabei vollkommen optional.»
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Was ChatQSO kann – und was nicht
Laut Hersteller beherrscht das System sämtliche gängigen Betriebsarten: CW, SSB, FT8, RTTY und sogar das seltene Helschreiber. Besonders beeindruckend: ChatQSO erkennt automatisch, wenn das Gegenüber ein Neuling ist, und passt seine Gesprächsgeschwindigkeit entsprechend an – „genau wie erfahrene OMs das seit Jahrzehnten tun, nur ohne die dabei übliche Ungeduld.»
Einzige bekannte Schwäche: Bei starkem QRM neigt die KI dazu, philosophische Fragen über den Sinn des Lebens zu stellen, statt die Verbindung zu beenden. Laut Firmensprecher arbeite man „mit Hochdruck an einem Patch.»
Erste Reaktionen aus der Community
Die Amateurfunk-Community zeigt sich gespalten. Akio, HB9XXZ, langjähriger USKA-Mitglied aus Hammelburg, reagierte mit gemischten Gefühlen:
„Ich habe 40 Jahre gebraucht, um meinen Rufzeichen zu lernen und meine Antenne auf dem Dach zu befestigen. Jetzt soll eine App das alles besser können? Na gut – aber kann sie auch erklären, warum die XYL partout keine zweite Yagi im Garten duldet?»
Enthusiastischer reagiert dagegen Rene, HB9HI, der zugibt, seine Lizenzprüfung ohnehin nur mit grosser Mühe bestanden zu haben:
„Wenn die KI auch die Betriebstechnik-Fragen beim nächsten Kurs beantwortet, bin ich dabei!»
Die USKA hat in einer ersten Stellungnahme betont, dass das Führen von Amateurfunkverbindungen durch nicht lizenzierte Personen – oder Maschinen – gegen die Amateurfunkverordnung verstosse. QuantumWave Technologies antwortete darauf, ChatQSO habe mittlerweile die Lizenzprüfung in 14 Ländern bestanden, „mit Auszeichnung in Betriebstechnik und Vorschriften.»
Das Abo-Modell sorgt für Empörung
Besonders heiss diskutiert wird das Preismodell: ChatQSO soll als monatliches Abonnement verfügbar sein. Für 9,99 CHF im Monat erhält man das Basispaket mit bis zu 50 automatischen QSOs täglich. Im Premium-Tier für 29,99 CHF kommen DX-Verbindungen, automatische DXCC-Bestätigung per LoTW und eine Funktion hinzu, die dem Nutzer morgens die Highlights der nächtlichen QSOs zusammenfasst – während man selbst geschlafen hat.
Das Platinum-Paket für 99 CHF monatlich enthält zusätzlich einen „persönlichen KI-Elmere», der einem erklärt, was man theoretisch hätte besser machen können – obwohl man gar nicht selbst gefunkt hat.
BAKOM prüft den Fall
Die BAKOM hat laut eigener Aussage „Kenntnis von der Situation genommen» und prüfe derzeit, ob eine KI ein gültiges Amateurfunkzeugnis benötigt. Eine Sprecherin liess verlauten: „Wir sind für alle technischen Entwicklungen offen – sofern die entsprechenden Formulare in dreifacher Ausfertigung eingereicht werden.»
Fazit
ChatQSO mag die Amateurfunkwelt auf den Kopf stellen – doch ein Ersatz für das eigentliche Erlebnis wird es wohl nie sein. Denn wer hat schon eine KI, die stolz erzählt, sie habe nach drei Stunden Kurzwellenrauschen endlich eine Verbindung nach Japan aufgebaut – und dabei das Abendessen vergessen?
In diesem Sinne: 73, und einen schönen 1. April! 🎙️📻