Doppel-POTA in Italien: IT-0304 und IT-0473 – Feldtest mit Eigenbau-Software

Manchmal kommt alles zusammen: schönes Wetter, ein ruhiger Funkplatz, zwei neue POTA-Referenzen im Logbuch und obendrein der erste echte Praxistest der eigenen Software. Genau so ein Tag war heute. Aktiviert habe ich die beiden italienischen Parks IT-0304 und IT-0473 – und ehrlich gesagt: besser hätte es nicht laufen können.

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Setup: klein, leicht, ausreichend

Mein Outdoor-Setup ist seit einer Weile auf das Wesentliche reduziert und hat sich auch heute wieder bewährt:

  • TRX: Icom IC-705
  • Antenne: Komunica MC-750 (Vertikal mit Radials)
  • Leistung: 10 Watt
  • Logging & Workflow: HAM-Tools (eigene Software, Doku hier)
  • Digimode: WSJT-X via UDP-Schnittstelle an HAM-Tools angebunden

10 Watt aus dem IC-705 in eine ordentlich abgestimmte MC-750 reichen für POTA auf den klassischen Bändern völlig aus. Wer das Setup kennt, weiss: Mehr Leistung wäre Luxus, kein Muss.

Erster Praxistest von HAM-Tools

Spannender als die Aktivierung selbst war für mich der Software-Teil. HAM-Tools entwickle ich seit einigen Wochen, und heute stand zum ersten Mal der komplette Workflow unter realen Bedingungen auf dem Prüfstand:

  1. POTA-Logeintrag anlegen – sauber mit beiden Park-Referenzen IT-0304 und IT-0473 vorbereitet.
  2. WSJT-X starten und die UDP-Schnittstelle gegen HAM-Tools testen. Die QSO-Daten landen damit direkt im Logbuch, ohne manuelles Abtippen.
  3. Aktivierung durchziehen – Anrufe, Hunter abarbeiten, alles entspannt.
  4. ADIF-Export im POTA-konformen Format aus HAM-Tools heraus.
  5. Upload zu POTA – Datei reingeladen, Bestätigung kam wie erwartet.

Was soll ich sagen: Es lief einwandfrei. Kein Hänger, keine fehlenden Felder, keine nachträgliche Handarbeit. Genau dafür baut man sich seine eigene Software – damit am Ende eines Funktages der administrative Teil nicht mehr Zeit frisst als die Aktivierung selbst.

Die UDP-Anbindung an WSJT-X war der Teil, vor dem ich am meisten Respekt hatte. Im Labor läuft so etwas immer; im Feld, mit Sonne auf dem Bildschirm und einem heisslaufenden Mac, sieht das gelegentlich anders aus. Heute aber: alles grün.

Funkbetrieb

Die Bedingungen waren angenehm. Die Hunter haben schnell reagiert, sobald der Spot auf pota.app stand, und der Pile-Up blieb auf einem Niveau, bei dem man jeden Anrufer in Ruhe abarbeiten kann.

Dass ich gleich zwei Referenzen an einem Tag aktivieren konnte, ist ein netter Bonus – und für die Hunter, die beide Parks brauchen, ohnehin eine willkommene Gelegenheit.

Fazit

Es ist ein kleines Geschenk, wenn man an einem schönen Ort draussen funken darf. Wenn dann noch die selbstgemachte Software klaglos durchläuft, ist der Tag rund. Genau diese Kombination – Natur, Technik und ein bisschen Stolz auf die eigene Arbeit – ist für mich der Kern von POTA.

HAM-Tools hat den ersten echten Härtetest bestanden. Die nächsten Schritte habe ich schon im Kopf: QSL-Status-Verwaltung, LoTW-/eQSL-Abgleich. Aber das ist Stoff für die nächsten Posts.

Bis dahin: vielen Dank an alle Hunter, die heute angerufen haben – und an die ruhigen Plätze in IT-0304 und IT-0473, die das überhaupt erst möglich gemacht haben.

73 de HB9HJI

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