Praxistest: Die IGate-Funktion des AVRT9 APRS Trackers

In meinem ersten [Teil des Berichts] habe ich bereits die robuste Hardware und die Tracker-Eigenschaften des AVRT9 gelobt. Heute widmen wir uns einer der spannendsten Funktionen dieses kompakten Geräts: Der Nutzung als WLAN-IGate.

Ein IGate (Internet Gateway) empfängt APRS-Pakete über die Funkfrequenz (VHF) und leitet diese über das Internet an das weltweite APRS-IS-Netzwerk weiter. Dass ein Gerät dieser Grösse (ähnlich dem PicoAPRS) dies nativ via WiFi beherrscht, macht es zu einem extrem vielseitigen Werkzeug.

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Die Einrichtung: Schritt für Schritt

Die Konfiguration erfolgt direkt am Gerät über das 5-Tasten-Menü. Auch wenn die Texteingabe ohne Tastatur etwas Geduld erfordert, ist die Menüstruktur logisch aufgebaut.

Schritt 1: WLAN-Zugangsdaten hinterlegen

Zuerst muss der AVRT9 wissen, mit welchem Netzwerk er sich verbinden soll.

  • Menüpunkt 11 (WIFI SSID): Hier wird der Name des heimischen WLANs oder eines mobilen Hotspots eingegeben.
  • Menüpunkt 12 (WIFI PWD): Eingabe des WLAN-Passworts.
  • Tipp: Mit den Pfeiltasten durch das Alphabet/Zahlen scrollen und mit der Power-Taste zum nächsten Zeichen springen.

Schritt 2: Authentifizierung im APRS-IS

Damit das IGate Daten in das globale Netz einspeisen darf, ist ein Passcode erforderlich, der fest mit dem Rufzeichen verknüpft ist.

  • Rufzeichen: Unter dem Menüpunkt Callsign habe ich mein Rufzeichen HB9HJI hinterlegt.
  • Passcode: Im entsprechenden Menüpunkt wurde der für mein Rufzeichen generierten Code eingetragen. Dies ist die „Eintrittskarte“ für die APRS-Server.

Schritt 3: IGate-Modus aktivieren

Damit das WiFi-Modul nicht nur bereitsteht, sondern aktiv arbeitet, muss der Modus umgestellt werden:

  • Navigiere zum Punkt iGate Mode und stelle diesen auf ON.

Schritt 4: Der Neustart (Wichtig!)

Nachdem alle Einstellungen gespeichert wurden, ist ein Neustart des Geräts ratsam. Erst nach dem Reboot initialisiert der AVRT9 das WiFi-Modul sauber, verbindet sich mit dem Router und meldet sich beim APRS-Server an.


Performance im IGate-Betrieb

Nach dem Neustart zeigt der AVRT9 im Display (sofern das Test UI aktiviert ist) den Status der Verbindung an. In meinem Test erfolgte der Login am Server blitzschnell.

Das Ergebnis:

  • Stabilität: Das Gerät hielt die WLAN-Verbindung über den gesamten Testzeitraum stabil.
  • Funktion: Empfangene Pakete von anderen Stationen in der Umgebung wurden zuverlässig an das Internet-Gateway weitergereicht. Auch die eigene Bake wurde (bei aktiver Einstellung) korrekt über das Internet übertragen.
  • Vielseitigkeit: Besonders beeindruckend ist, dass das Gerät trotz seiner geringen Grösse als vollwertiges Gateway fungiert, was es ideal für den Urlaub oder den mobilen Einsatz im Hotel macht.

Fazit zur IGate-Funktion

Der AVRT9 hält, was er verspricht. Wer eine preiswerte Alternative zum PicoAPRS sucht und Wert auf eine integrierte IGate-Lösung via WiFi legt, kommt an diesem Gerät kaum vorbei. Die Kombination aus robuster Bauweise und der Möglichkeit, ohne zusätzlichen PC oder Raspberry Pi ein Gateway zu betreiben, ist für diesen Preis unschlagbar.

FeatureSpezifikation / Details
ModellAVRT9 APRS TNC (Tragbarer Digi/Tracker/IGate)
FrequenzbereichVHF (144 MHz Band)
SendeleistungRegelbar von 0,5 Watt bis 3,0 Watt
KonnektivitätWiFi (IGate), Bluetooth (KISS TNC), USB
GPSIntegriertes Hochleistungs-GPS-Modul
DisplayKontrastreiches OLED-Display
Bedienung5-Tasten-Navigation (direkt am Gerät konfigurierbar)
Spezial-FunktionenSmart Beaconing (dynamische Sendezyklen & Icon-Wechsel je nach Geschwindigkeit)
BetriebsartenTracker, IGate, Digipeater, KISS TNC (z.B. für APRSdroid)
GehäuseRobustes, wertiges Kompaktgehäuse
ZubehörInkl. VHF-Antenne und USB-Ladekabel

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